App super nur kleines mango

Diesen kostbaren Kommentar kann ich euch nicht vorenthalten, der mal wieder von Jana gefunden worden ist:

Daraus wurde daraufhin:

App super nur kleines mango

Wieso baut die App
nicht aus dem Bus
der gebucht wurde
und aktiviert die strecke
die wie Navigation,
weil im Bus sind die navis drin
die kein Stau umfahren
sondern drauf zufahrern

Kleines Mango~ herzallerliebst! <3

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Zuhause war nur ein Mann

Manchmal stolpert man über wahrlich ungeschliffene Diamanten im Internet und dieses Mal hatte meine gute Freundin Jana das Glück folgenden Facebook-Kommentar zu entdecken, der zunächst durchaus wirr erscheint, aber doch fasziniert:

lyrik

Was für ein Mann? Welche schöne Frau? Was haben die Kollegen nicht mit der Mutter zu tun? Wir sahen jedenfalls Potential in diesem Werk, woraufhin Jana, Julia und ich in unserer Chatgruppe versuchten dieses Werk zu entschlüsseln. Jana gab gleich die richtige Form vor:

lyrik2

Meine Interpretation sieht  nun etwas anders aus. Mit ein bisschen korrigierter Rechtschreibung und veränderter Interpunktion präsentiere ich euch:

Zuhause war nur ein Mann,
der guten Morgen sagte.
Schöne Frau und das ewige
Weinen vom Kind und die Arbeit,
die immer dieselbe war.
Hier kommen Kollegen zu!
Nicht Mutter?
Gehen wir heute Essen.
Liebling, komme heute bisschen
später. Kleine Besprechung.
Schlaf gut…

Hach ja, wenn es Facebook nicht gäbe…

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London at Night

Für eine Vorlesung musste ich einen kurzen Blogeintrag über das 19. Jahrhundert in England verfassen, wobei das Thema und die Art des Texts frei wählbar war. Dies hier ist das Ergebnis:


A cold wind blows across the streets of London this night, whirling around heaps of leaves fallen from the autumn-shaken trees planted along the pavement. The yellow-brown foliage casts a dancing shadow created by the soft glow of the newly installed gas lights, which illuminate bridges and streets alike.
Just a few years ago I would never have dreamed of walking around alone at this time of night. Even now I don’t feel good about it, remembering the words of the church that condemns this kind of invention as unnatural and ungodly.
“Who are we to disturb the natural order of day and night given to us by the Lord?” preaches Father Anthony regularly from the pulpit. I must confess, I really don’t know. I don’t know who we are but curious creatures who seek to invent all kind of things god didn’t bother to give us from the start. It well may be that we’re not supposed to make all these new inventions, all these life-changing novelties that seem to dictate us since they have entered our lives.
But I enjoy all these new opportunities of entertainment in the evening. The theatre is even more amusing in the dark because on the way home the imagination runs wild from all we cannot see. Pitch-black nights – once responsible for many deaths and robberies – have lost their dread since now beacons of light lead you home safely.
I look up to the lightly clouded sky. Even on a clear night all that’s left to see is the moon and I begin to wonder whether the illumination of the earth has stripped the heavens of all their stars.
Maybe God will punish us, as Father Anthony believes, for the audacity of trusting more in our ability to move forward than to trust in the great plan of things. As for me, I put these thoughts aside and observe the dancing leaves in the wind until Mother Nature decides that even for her it’s time to rest for the night.

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Aliens

Ich erinnere mich an die Zeit, als ich mich noch an meine Mutter schmiegen konnte, die Wärme der Sonne fühlte und Sorgen und Schmerzen fern waren. Mein Leben gehörte mir, ich konnte mit meinen Freunden umher tollen, spielen und stattlich heranwachsen, immer mit Nahrung im Bauch. Ich wurde unabhängig, fühlte mich, als könnte ich die ganze Welt erobern, ich war ein typischer Halbstarker, dem keiner etwas zu sagen hatte.

Ich war frei.

Dann kam das Beben, die Katastrophe. Große Maschinen, Wesen in Anzügen – weit größer als ich – aus dem Nichts, vom Himmel hinabgestiegen mit Waffen, Lichtern, Mittel, die mich betäubten und die Welt in schwarz tauchten.

Als ich aufwachte, war alles weiß, steril. Ich war gefangen in einem Käfig und um mich herum hörte ich die Schreie anderer Gefangene. Nie hatte ich an Aliens geglaubt, doch nun stand einer vor mir, im weißen Anzug. Seine Arme, Beine und der Kopf glichen meinen Gliedmaßen, waren aber doch so anders; so viel heller als bei mir, so außerweltlich. Die Augen ausdruckslos im Angesicht meiner Angst und Verwirrung.

Es dämmerte mir, dass ich für diese Aliens nichts wert war. Sie packten mich ohne Probleme am Hals, zerrten mich in Räume, spritzten mir Mittel, bohrten mir mein Hirn auf für Experimente und kleisterten die offenen Wunden halbherzig wieder zu, bis ich wieder von Nutzen war. Sie fixierten für Stunden meinen Kopf und Hals und ließen mich auf Bildschirme starren, die mich mit ihren Symbolen und Zeichen in den Wahnsinn trieben. Sie notierten sich mit ihren bleichen Fingern die Ergebnisse, diskutierten in einer fremdartigen Sprache die Untersuchungen und vergaßen mich dabei, der vor Durst fast umkam.

Eines Tages wachte ich aus einem narkoseartigen Traum auf und mein Kopf hämmerte sofort wie zwanzig auf mich gefallene Baumstämme. Ich wollte mich übergeben, doch wollte nichts kommen, nicht mal Speichel, denn Wasser war rar.

Als ich nach vielen Stunden langsam wieder in der Lage war den Kopf zu heben, tastete ich vorsichtig meinen Schädel ab und fühlte mit Schrecken einen zylindrischen Gegenstand, der mir aus dem Kopf ragte. Er war massiv, meine Haare um ihn herum abrasiert und als ich die klebrige Feuchte an meinen Fingern spürte, konnte es nur eines sein: Blut! Ich verfiel in Raserei, wollte den Gegenstand aus meinem Kopf reißen, doch konnte es vor Schwäche nicht und jeder Versuch endete in schmerzvoller Ohnmacht.

Nach einer halben Ewigkeit in diesem Gefängnis des Grauens, in diesem inhumanen Kabinett des Grauens, verfiel ich in Lethargie; ich wurde wahnsinnig. Ich nutzte den wenigen Platz meines Gefängnisses, um permanent im Kreis zu laufen. Mehr, als mich um die eigene Achse zu drehen, war aber kaum möglich. Als ich anfing meinen Kopf gegen die Gitter zu hämmern, fixierten sie mich.

So also sieht es aus, wenn wir nicht an der Spitze der Nahrungskette stehen. Auch wir können einer Spezies ausgesetzt sein, die uns nur als minderwertig ansieht und so weit fortgeschritten ist, dass wir nichts weiteres sind, als niedergetrampelte Ameisen. Wir sind Versuchskaninchen, mindere Lebewesen, die nur dazu existieren, die Neugier dieser weiterentwickelten Spezies zu befriedigen.

Es dauerte lange, bis ich einzelne Begriffe ihrer Sprache ausmachen konnte, doch ich weiß nun wie sie uns nennen: Primaten, Affen, Macaca mulatta.

Für diese Menschen sind wir nichts wert.

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Inspiriert durch dieses Video, das bei mir Nackenhaare aufgestellt hat: Klicke hier


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